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Der Kissenformdiamant

Der Diamant im Kissenschliff entstand im 19. Jahrhundert, etwa um 1830.

Die Form des Kissenschliffs zeichnet sich durch weiche Kanten und runde Ecken aus, ähnlich der Form eines Kissens oder Polsters. Er hat eine quadratische Form und eine große, facettierte Kalette. Die Tatsache, dass die Kalette als weitere Facette geschliffen ist, ist eines der markantesten Merkmale des Kissenschliffs. Die große Kalette ist darauf zurückzuführen, dass Kissenschliffe so geschliffen und poliert wurden, dass der Diamant (eher quadratisch oder rechteckig) eine große Tiefe erhält. Er ist eine Kreuzung zwischen dem Old Miner-Schliff und dem modernen Ovalschliff. Das optimale Längen-Breiten-Verhältnis beträgt typischerweise 1,1 zu 1,2.

Der moderne Kissenschliff hat typischerweise 58 Facetten, es gibt jedoch keine festgelegten Proportionen für einen idealen Schliff. Beim Kissenschliff spielt der persönliche Geschmack eine wichtige Rolle, und manche finden bestimmte Proportionen ansprechender als andere. Traditionelle Kissenschliff-Diamanten reflektieren das Licht in einem kräftigeren Muster als moderne Kissenschliff-Diamanten, die eine feinere und raffiniertere Lichtreflexion bieten.

Ein Kissenschliff behält seine Farbe typischerweise nicht so gut wie andere Schliffe, daher wird für diesen Schliff ein Diamant mit einer Farbqualität von mindestens H empfohlen. Er ist jedoch einer der besten Schliffe für Fancy-Color-Diamanten, da Form und Schliff des Kissenschliffs die Leuchtkraft eines Fancy-Color-Diamanten wunderbar zur Geltung bringen.

Der Kissenschliff ist auch als Candlelight-Diamant bekannt: Leider kann es unter hellem elektrischem Licht so aussehen, als ob sich an der facettierten Unterseite ein Loch im Diamanten befindet.

Moderne Diamanten im Kissenschliff wurden mit einer etwas kleineren Kalette, einer größeren Tafel und verbesserten Winkeln verfeinert, um maximale Brillanz zu erzielen. Obwohl ein Kissenschliff traditionell weniger Brillanz aufweist als ein runder Brillantschliff, gilt er oft als feuerkräftiger, was seine Attraktivität steigert.

Dieser Schliff war seit der Entwicklung des Diamantschliffs beliebt, verlor jedoch zu Beginn des 20. Jahrhunderts an Popularität. Dank moderner Schleif- und Poliertechniken erlebt er heute ein Comeback und erfreut sich wieder zunehmender Beliebtheit.

Der Kissenschliff gilt typischerweise als „antiker“ Schliff und spricht Frauen mit einer Vorliebe für antiken Schmuck an. Er besitzt eine zeitlose Schönheit, die nie an Reiz verliert und in der Fassung zu einem klassischen Schmuckstück wird. Der Kissenschliff bewahrt das traditionelle Aussehen älterer, vormoderner Schliffe, weist jedoch die Brillanz und das Funkeln moderner Schleif- und Poliertechniken auf. Er ist eine perfekte Verschmelzung von traditionellem Design und moderner Technologie.